Christoph Hack. LL.M. Rechtsanwalt - In-House Jurist: Herausforderungen und Rollenverständnis
In Österreich handelt es sich bei juristischen Beratern von Unternehmen oft um Personen, die entweder als angestellte Juristen oder als externe Rechtsanwälte tätig sind. Angestellte Juristen, etwa in der Rechtsabteilung eines Unternehmens, sind in der Regel vollausgebildete Juristen, die in der Lage sind, rechtliche Belange des Unternehmens zu bearbeiten, ohne jedoch zwangsläufig in der Funktion eines Anwalts zu handeln.
Falls es um die Tätigkeit eines rechtlichen Beraters oder juristischen Ansprechpartners innerhalb eines Unternehmens geht, spricht man in Österreich oft von „Unternehmensjuristen“ oder „Rechtsabteilungsleitern“. Diese können entweder Juristen sein, die direkt im Unternehmen angestellt sind, oder externe Anwälte, die durch das Unternehmen mandatiert wurden.
Zur rechtlichen Grundlage: Unternehmensjuristen in Österreich sind üblicherweise bei ihren jeweiligen Arbeitgebern angestellt und unterliegen den Bestimmungen des allgemeinen Arbeits- und Vertragsrechts, das sich nach dem Allgemeinem Bürgerlichen Gesetzbuch (ABGB) sowie entsprechenden arbeitsrechtlichen Sondergesetzen richtet. Die genaue vertragliche Ausgestaltung und die jeweilige Position innerhalb des Unternehmens bestimmen, welche Rechte und Pflichten der Unternehmensjurist hat.
Christoph Hack hat an der Universität Wien Jus studiert und mit eim "Master of Law" (LL.M.) abgeschlossen. An der Università Commerciale Luigi Bocconi in Mailand hat er einen Post-Graduate Lehrgang für vertiefende Kenntnisse als In-House Lawyer abgeschlossen. 1999 wurde er in die Liste der Rechtsanwälte der Rechtsanwaltskammer Wien eingetragen.
Nach Absolvierung des Gerichtsjahres war Christoph Hack in der Kanzlei Wolf Theiss, danach bei Petsch, Frosch & Klein in Mailand und seit 2010 als Senior Corporate Counsel in einem amerikanischen Konzern.
Christoph Hack hat zahlreiche Publikationen verfasst: Emissionszertifikate: Rechtliche, steuerliche und praktische Aspekte (Linde Verlag 2010), M&A: Protecting the Purchaser (AIJA Series) (Kluwer Law International 2005), Handlungsmöglichkeiten Einzelner bei Kartellrechtsverletzungen (ecolex 2003, 311), Die Sitztheorie nach dem EuGH-Urteil (Überseering Gesellschaftsrechtszeitung 2003, 29), International Food and Beverage Law (Wolters Kluwer 1996)