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In vier Regionen - der östlichen Mittelmeerwelt (Griechenland und Palästina), Persien, Indien und China – traten bedeutende Denker, Religionsstifter und Künstler in hoher Dichte auf, mit umwälzenden philosophischen und religiösen Denkweisen; das herrschende magisch-mythische Weltbild wurde durch eine theoretische, reflektierende Weltsicht infrage gestellt oder gar ersetzt. Bekannt sind: Sokrates, Platon, Aristoteles, die alttestamentarischen Propheten, Zarathustra, Buddha, Konfuzius, Lao tze u.a.m. Erstaunlich ist: die revolutionären Denkweisen waren - trotz größter räumlicher Entfernung der Regionen voneinander – ähnlich; und sie kamen gleichzeitig auf, vor knapp 3.000 Jahren – nach 200.000 Jahren Vorgeschichte des homo sapiens. Erhellend ist: Die globale Kulturgeschichte hat verschiedene selbstständige Wurzeln; eine Hierarchie unter den Völkern ist abzulehnen; Europa hat keinen Anspruch auf Suprematie, Vorrangstellung in der Welt; die eurozentrische Anmaßung ist unhaltbar – angesichts großer geistiger Innovationen an verschiedenen Enden der Welt. Konsensfähig ist: Die neuen Denkweisen der Achsenzeit sind für die heutige globale Kultur grundlegend, tragend und prägend. Bedrängend ist: Wird dieser kosmopolitische Humanismus gefährdet? Z.B. durch die digitale Kulturwende mit künstlicher Intelligenz? (29.07.2025)
Ulrich Dorstewitz studierte promovierte in den Fachrichtungen Bergbau und BWL und war danach im Steinkohlenbergbau, Großanlagenbau, der Stromwirtschaft sowie in Forschung und Entwicklung für verschiedene Großkonzerne tätig; zuletzt als Geschäftsführer. Nach einer Zeit als Stadtrat und Beigeordneter in der Kommunalverwaltung machte er sich selbständig mit einer Consultingfirma und war Lehrbeauftragter an der Privatuni Witten-Herdecke. 2008 schloss Ulrich Dorstewitz ein Philosophiestudium in Essen und Bochum mit einem Magister ab. Seitdem bearbeitet er Themen in Philosophie, Kulturwissenschaft und Evolutionstheorie.
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